9/07/2014

gasp of relief

Wenn das E-Mail Prüfen zur Besessenheit wird..

Dann wartet ihr wohl auch auf euren ersten Familienvorschlag!
Nach 10 Tagen Freischaltung war es bei mir endlich soweit.
Auf meinem drei Tages Trip nach Paris lese ich von der Nacht des 29. August eine Nachricht von der Hostfamily meiner Träume: 3 zuckersüße Mädchen, 2 verständnisvolle Eltern, 1 klitzekleiner Terrier alle vereint im schönen US-Staat Connecticut in der Stadt Darien, gerade mal 10 Minuten weg vom Meer.
Es ist wirklich ein Glück, dass jedes dieser Mädchen jeweils mit einem großen Hobby meinerseits zu begeistern ist. Kunst, Theater & Musik finden sich täglich in ihren Freizeitbeschäftigungen wieder. Umso beeindruckender war es zu hören, dass ich „something unique“ für diese Hostfamily bin.

Die Mutter der Familie hat mir direkt gemailt und nach einem Skype Date gefragt, falls ich genauso interessiert bin. Natürlich war ich das!

01.September 2014
Montags um 3 gings also los – Hände werden eiskalt, das Herz rast, deinen Puls kannst du so stark gegen deinen Hals hämmern spüren, dass du denkst kein Wort heraus zu bekommen. Alle Sorgen natürlich völlig unbegründet!
Die Hostmom ist super, hat mir direkt viele Fragen gestellt, sodass ein peinliches Schweigen oder ähnliches überhaupt keine Chance hatte zu Stande zu kommen.
Im Großen und Ganzen haben wir nochmal über den Hostfamily Letter von mir und den Family Essay von ihr gesprochen und ich konnte immer mehr kleine Details über diese wunderbare Familie herausfinden; Das Dauergrinsen war mir wohl ins Gesicht geschrieben, denn alles zwischen uns war irgendwann super vertraut.

40 Minuten später & überglücklich kam ich schon die Treppe runter zu meinen Eltern gestürmt und hab mich vor lauter Begeisterung und Erzählen nur so überschlagen.
Kann das sein, dass es bei der ersten Familie wirklich direkt passt? Ich mein, das wäre doch ein riesen Zufall: Traumfamilie im Traumort zur Traumzeit mit Traumvorstellungen?

Das sollte ich in unserem nächsten Skype Date auch herausfinden.
Schon am Abend nach dem ersten Telefonat hatte ich die E-Mail im Postfach:

„Hi Raphaela. Just wanted to say how much I enjoyed meeting you. I'll figure out the family schedule for our next skype call and email you soon.Thank you, xxxx”

Jetzt gilt das oberste Gebot: Bloß nicht übermütig werden!
Zwar kann ich ganz optimistisch gestimmt an die Sache rangehen, doch weiß ich von der Hostmom auch, dass sie noch in Kontakt mit zwei anderen Au Pairs stehen. Hoffen darf man ja trotzdem weiter :)

6 Tage später war es dann soweit..

06. September 2014
Pünktlich um 18 Uhr kam der zweite Skype Call an. (Hab stundenlang vorher mein Zimmer geschrubbt, auch wenn ich ganz genau weiß, dass man es durch die Webcam eh nicht sieht, super irrsinnig)

Kaum öffnet sich das Videofenster sitzt als Überraschung die mittlere der drei Mädchen (10 Jahre) vor der Webcam und schreit ganz begeistert auf was ich für ein wundervolles Zimmer daheim habe :D Die Süße war so aufgeregt und ich habe ihr dann ganz leichte Fragen gestellt, was denn ihre Lieblingsfarbe ist oder ob ich ihr ein paar gemalte Bilder von mir zeigen soll, da sie für ihr Leben gerne malt.

Kurz darauf kam auch schon die kleinste (7 Jahre) dazu und war hin und weg. Ich hab mit ihnen über ihre Sommerferien gequatscht, so netter Smalltalk damit sie sich erstmal daran gewöhnen. Da ich das erste Au Pair sein würde war das für die Mädels ja auch total neu einfach so mit einer Fremden aus Deutschland über eine Webcam zu reden.

Danach hatte ich mir gegenüber die älteste Tochter (12 Jahre), mit der ich mich auf Anhieb gut verstanden habe! Als wir zu ihrem Lieblingsthema – Musicals & Theater – kamen, für das wir beide eine Leidenschaft teilen war die Kleine kaum noch zu halten: „Stell dir vor du kommst hierhin und wir beide gehen dann zusammen zum Broadway ein Stück gucken! Das wäre so toll, würdest du mitkommen?“
Was für eine Frage, ich kanns kaum erwarten :)

Das Schlusslicht hat dann der Vater gebildet, der unser Gespräch durch kleine Witze aufgelockert hat und man sich direkt familiär aufgenommen fühlte.

Die Hostmom war genauso begeistert wie ich und war erleichtert, dass alles so toll geklappt hat zwischen mir und den Kids. Ihr einziges Bedenken: Bekomme ich Heimweh? Aber das bekomme ich auf jeden Fall geregelt und auch in der Hinsicht konnte ich ihre Sorgen nehmen.

Alles in allem ist diese Familie für mich in Bezug auf mein Abenteuer Au Pair besser, als ich sie mir hätte erträumen können. Jeder war sehr geduldig mit mir und meinem Englisch und hat mir direkt eine Chance gegeben mehr über die Familie zu erfahren und vielleicht sogar ganz bald ein Teil von Ihnen zu werden.

Ich soll nochmal alles reflektieren und mir Zeit bei meiner Entscheidung lassen, aber für mich steht es jetzt fest: Mein Daumen für das Final Match ist oben. Das bedeutet bis Dienstag warten, an dem ich das wohl alles entscheidende Skype Date mit der Hostmom führen werde.
Drückt mir die Daumen!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen