11/07/2014

I get used to it



Wisst ihr eigentlich, wie schwer es mir jetzt schon fällt einen deutschen Text so zu formulieren, sodass er mir endgültig gefällt? Ich konzentriere mich 24 Stunden am Tag auf mein Englisch und bekomme keinen graden deutschen Satz mehr zu Stande :D

Heute, als es ein bisschen Ärger gab, weil meine älteste einfach von den Cupcakes der anderen genascht hatte, ohne zu fragen, hab ich tatsächlich 2 deutsche Wörter gesagt. Ist das zu fasssen?
Ich bin vollkommen durcheinander und auch im Traum oder meinen Gedanken sind beide Sprachen so sehr vermischt, dass mein Kopf nur so brummt, weil er so ein Chaos verarbeiten muss.

In vielen Situationen kommen einem die deutschen Sätze nur so zugeflogen, während du hier in Amerika alles schön und nett verpacken musst..

"I appreciate, that ..."
"It would be very nice, if you do ..."
"I know you are upset, but I would love you to do ..."

Die Frage ist eben, wie man es rüberbringt und das gelingt mir schon Recht gut, schließlich hören die Kinder mehr auf mich, als auf ihre Eltern.
Oft kann ich sie in turbulenten Situationen beruhigen, weil ich ihnen das positive in diesen Momenten zeige, dass Hausaufgaben, wenn man sie richtig macht, auch Spaß bereiten können. Langweilige Schreibaufgaben peppe ich mit ein paar kleinen Bildchen auf, die meine Jüngste gerne malt oder ich helfe ihr die Matheaufgaben mit einem Würfelspiel zu lösen, man muss nur wissen, wie man sie motivieren kann.










































Trotzdem gewöhnt man sich an alles - den orangenen Käse, das übersüße Brot, das aufgesetzte Begrüßen einer jeder Bekannten, die Eiswürfel im Getränk (ich liebe es :D), die unzähligen Stoppschilder, die neue Hauptinvestition in Starbucks, die tausend verschiedenen und neuen Menschen, die du jeden Tag triffst.

Genau das bedeutet Alltag für mich.
Die Frage "Hey wollen wir morgen kurz nach NYC fahren? Ich muss noch ein paar Geschenke kaufen." ist nichtmehr nur weit weg, nein allgegenwärtig!

Ich frage mich, wann ich all' das endlich kapiere, wann ich merke, dass ich wirklich hier bin, in dem Land meiner Träume, neben der Stadt meiner Träume und diese wundervollen Dinge erleben darf. Ständig fragt man sich: Wann wach ich auf? Wann bin ich wieder daheim und hänge den ganzen Tag nur rum, lasse das Leben an mir vorbeischleifen?

Wieviele Sommer habe ich vertrödelt, wieviele Tage habe ich ungenutzt gelassen, die ich hätte genießen können und was unternehmen?

Ich höre auf mich zu fragen, was die Zukunft bringt, wo ich in ein paar Jahren oder Wochen bin, denn genau DAS hier ist meine jetztige Zukunft - ich bin mitten drin!
Und ich nutze jede Sekunde.


Kein Angebot auf ein Treffen schlage ich aus, wenn ich Zeit habe. Meine kostbare Zeit verschwende ich nicht mehr 24/7 vor meinem Laptop. Nein - ich gehe raus, ich gehe in die Welt!
Und ich nutze jede Sekunde.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen