1/31/2015

the party don't stop




Und eine weiter meiner lieben Freundinnen hier hatte am Samstag Geburtstag! Ihren ganz frischen 19jährigen Geburtstag haben wir gefeiert und somit eins der schönsten Wochenenden verbracht.

Sie, bzw. die Kreditkarte ihrer Hostparents, hat uns zum Essen in einem ganz noblen Restaurant eingeladen und es war einfach fantastisch! Wirklich.
Seit ich hier bin habe ich das erste mal was richtig richtig leckeres gegessen.

Wir waren im "Scena" direkt bei uns in der Stadt.
Mit 7 Mädels hatten wir einen super gemütlichen Tisch im Restaurant reserviert und es uns im vollen Maße gut gehen lassen.
Während die meisten Mädels sich Cocktails haben servieren lassen, habe ich mir ganz spießig einen Chardonnay der feinsten Sorte gegönnt, herrlich.
Der hat wundervoll zum Essen gepasst und ich hab den wirklich in vollen Zügen genossen - hach.

Neben dem leckeren Wein haben Luzie und ich uns eine Vorspeise - gegrillter Octupus - geteilt, super lecker und dann gab es noch ein Sirloin-Steak der ganz großen Klasse bestellt. Das war alles so unglaublich gut!
Ich verdanke Luzies Hostparents das beste Dinner seit langem.






















































Wir alle hatten tolle Gerichte, bis auf Kim, die hatte sich aus Versehen Fisch bestellt obwohl sie Vegetarierin ist, und haben super viel gelacht! Auch wenn ich noch müde und erschöpft vom Feiern war, so konnte ich den Abend in vollen Zügen genießen.

Doch wie jeder wundervolle Abend hat sich auch dieser, nach einem leckeren Kuchen von Luzies Hostmom, gegen elf dem Ende zugeneigt.
















































Ich habe dann noch schnell Luzie mit all' ihren Geschenken und Luftballons daheim abgesetzt und wir sind alle schlafen gegangen, weil am nächsten Tag der nächste Unterricht zu unserer Montreal TravelClass stattfinden sollte.

Liebe Luzie, dein Geburtstag war wuderschön und ich bedanke mich nochmal recht herzlich für deine Einladung! Was du wissen musst, weißt du schon. Ich habe dich ganz doll ins Herz geschlossen, du bist nämlich ein ganz besonderer Mensch!



1/30/2015

NYC nightlife



Endlich war es soweit!
Kims Geburtstag war der willkommene Anlass zu feiern. Und genau das haben wir auch gemacht - in Manhattan.

Diesen Satz habe ich bestimmt 100 mal an dem Abend wiederholt. Das ist unglaublich! Ich war feiern in der Stadt, die niemals schläft, zwischen Brooklyn und der Upper East Side, zwischen Mode & billigen FastFooddämpfen. Genial.

Das habe ich mir wirklich im Traum nicht ausgemalt. Vor allem, da man hier mit dem Alter unter 21 nicht besonders viel unternehmen kann.
Glücklicherweise haben Kim, Marina und ich einen Promoter gefunden, der sogar mich in einen Club gebracht hat. Bis zur letzten Sekunde habe ich ja tatsächlich dran gezweifelt aber es ist dann doch alles rund gelaufen.

Ich war ab 6 Uhr off und wurde dann später von den beiden abgeholt. Wir haben uns gemeinsam bei Marina fertig gemacht und sind natürlich in Zeitmangel geraten.
Ganz flott ging es dann zum Bahnhof und von dort aus zur Grand Central.

Den nächste Punkt auf meiner To-Do Liste habe ich dort auch abhaken können, wir sind nämlich mit einem richtigen gelben New Yorker Taxi für läppische 11 Dollar 20 Minuten Richtung Club gefahren. Das war so toll! :D

 



Wir mussten dann vor dem Club noch ein bisschen warten, bis uns der besagte Promoter abgeholt hat und wurden dann erstmal in den Nachbarclub geführt, da brummten schon die Bässe mit der vollen Ladung amerikanischen Hip Hops, haha.
Das war schon ein bisschen suspekt aber wir waren soweit gekommen da wollten wir uns nicht abschrecken lassen. 10 Minuten später sind wir dem guten Herren also in den anderen Club hinterher gedackelt und schwupps waren wir drin. Für 20$ Eintritt und Getränke völlig umsonst. Die Garderobe hat uns zwar nochmal ganze 5$ gekostet aber zu dem Zeitpunkt war uns das völlig egal.

Einen richtigen Club würde ich den "VIP Room NYC" jetzt nicht nennen, sondern wie die Beschreibung schon besagt eher einen großen Raum :D Kein Vergleich zu den Clubs, die ich aus Deutschland gewohnt bin.
Es war super dunkel und überall standen kleine Couches rum, auf denen man es sich bequem machen wollte.


 


Mit dem Sekt in der Hand haben wir dann später auch bis halb 4 morgens getanzt, als wir dann sanft nach draußen verfrachtet worden sind. Halb 4 und der New Yorker Club hat zu? What the..

Aber das scheint hier normal zu sein.
Total verwirrt und ohne Plan, was wir in den nächsten zwei Stunden machen sollten, in denen wir auf den ersten Zug nach Hause warten mussten, haben uns dann zwei ganz nette junge Männer ins Diner gegenüber eingeladen und haben eine Runde Fritten springen lassen :D Die beiden waren aber nicht wirklich besonders nüchtern, deswegen bestand eine Unterhaltung eher darin 5 mal wieder seinen Namen zu erklären und was man denn so als Au Pairs macht.

Dann ging es mit dem Taxi (wuhuuu) wieder zurück zur Grand Central (einer der Männer hat uns wirklich ganz genau wie im Film binnen 5 Sekunden ein Taxi an Land gezogen).

Super erschöpft sind wir dann mit dem Zug heim und ich konnte, nachdem Marina mich daheim abgesetzt hat, um 7 Uhr morgens in mein weiches Bett fallen lassen. Hatte noch einen kleinen Smalltalk mit meiner Hostdad, der war nämlich schon wach und hat mich dann ganz fix nach oben gescheucht, ich durfte nämlich um halb 12 wieder aufstehen - zum arbeiten. Ja, das ist das gute Au Pair Leben :D













































Trotzdem hatte ich einen riesen Spaß und für die paar Dollar hat sich der Freitagabend wirklich gelohnt, auch wenn ich dafür das ganze restliche Wochenende todmüde war.

Hoffentlich war es nicht das letzte Mal :)












Sorry für die schlechte Bildqualität aber für die Fotos musste immer mein Handy herhalten.

1/28/2015

another reason to celebrate!




Meine allerliebste Kim,

ich wünsche dir zu deinem 21. Geburtstag von Herzen alles alles Gute und nur das beste für deine Zukunft, die du die nächsten Monate wohl noch mit mir verbringen wirst!













































In der kurzen Zeit habe ich dich sowas von in mein Herz geschlossen. Allein was für krasse Aktionen wir hier schon gerissen haben, mit dir kann man wirklich durch dick und dünn gehen, ohne dass du einen Rückzieher machst.

Auch wenn uns die Blizzardwarnung deinem Geburtstagsfrühstück einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, so wird am Freitag doppelt gefeiert! New York City Nightlife, here we come 

Heute heißt es ein hoch auf dich, ein hoch auf die vergangenen 100 Tage mit dir & ein hoch auf uns, sowie unsere gemeinsame Zeit hier in Amerika und darüber hinaus!

Bleib bitte genau so, wie du bist & vielleicht schaffen wir beide es irgendwann wirklich noch auf die Fashion Week!


Deine Raphaela




1/27/2015

100 days anniversary: blizzard Juno is coming - false alarm!



Die letzten paar Tagen ging es hier in den Städten New Englands richtig zur Sache.

Nachdem nicht nur das Radio, die Nachrichten und das Fernsehen die Bewohner vor einem aufkommenden Schneesturm mit den angsteinflößenden Worten "historical blizzard" und "90" snow"
warten, hatte hier sogar die Polizei höchstpersönlich angerufen - hui.
Am Anfang habe ich mich ja noch darüber lustig gemacht, dass gestern, einen Tag vor dem kommenden Blizzard schon alle Schulen nach 2 Stunden Unterricht dicht gemacht haben, aber nach so Worten nimmt man die Situation doch ernster.

Alle Leute versuchten noch schnell die letzten Besorgungen zu machen, der Verkehr auf dem Highway staute sich auf, die Leute holten ihre Kinder rein, cancelten ihre Meetings, selbst die Züge stoppten den Verkehr & so musste ich auch meinen Hostdad vom Bahnhof abholen, der auf halben Weg nach DC heimgeschickt wurde. Nicht zuletzt kam er, die Armen voll mit Wasserkanistern & Einkaufstüten zurück.

Wir alle mussten wegen der überirdischen Stromleitungen nämlich wohl oder übel mit einem Stromausfall rechnen. Also hab auch  ich mich anstecken lassen & erstmal alle meine Geräte & Ersatzakkus an den Strom gehangen.

So saß ich also sicher mit meiner Hostfamily im Wohnzimmer, dick eingekuschelt in Decken und einer reichen Auswahl an Brettspielen bereit für den lieben Blizzard, sollte er doch kommen, ha!

Als sich Juno dann bis 9 Uhr immer noch nicht annähernd zu Wort gemeldet hat, sind meine Kids sogar noch mit den Nachbarskindern raus spielen gegangen!
Um halb 10 habe ich mich dann in mein Bett gekuschelt und ab und an einen Blick aus dem Fenster geworfen - nix.
Gegen halb 12 kam dann der "Puderzucker" Schnee und frischte alle Schneedecken draußen noch einmal auf. Von einem historischen Blizzard allerdings weit und breit keine Spur.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt (wir haben 17:41 Uhr..) hat sich dieser Blizzard auch nicht einmal zu Wort gemeldet.
Über Nacht ist zwar eine beachtliche Menge Schnee gefallen, aber das passiert in Deutschland auch oft genug in dem selben Ausmaß.





Wir erwartet war der ganze Stress um Juno völlig umsonst!
Was bleibt sind 4 riesen Wasserkanister auf Vorrat und ein spaßiger Tag zum Rodeln, genau das haben meine Kids nämlich gemacht. Und ich konnte eine Rodelfahrt nicht ausschlagen (hab mich wieder gefühlt wie 8! Nur ohne Verletzungen :D), hat super Spaß gemacht :)

Ich hoffe für alle meine Mit-AuPairs, die eigentlich vom Blizzard betroffen sein sollten, dass sie nicht die volle Breitseite abbekommen haben und genauso wie ich nur mit einem etwas stärkerem Schneefall davon gekommen zu sein!

Heute war für mich jedoch trotzdem ein ganz besonderer Tag, ich bin nämlich inzwischen schon seit genau 100 Tagen hier in Amerika! Unglaublich, immer wieder.
Also an alle Mädels, die auch am 20. Oktober 2014 ausgereist sind wünsche ich ein happy 100 days anniversary! :D

Mehr als 1/4 ist schon geschafft!!!




1/18/2015

Soaked - Philly




Und ich hatte gedacht ich hätte nach dem Wochenende endlich mal wieder schöne Bilder und super Storys zu erzählen - falsch gedacht!
Unser Ausflug nach Philadelphia ist nämlich ein ganz schöner Griff ins Klo gewesen, yes.

Nachdem Kim, Luzie, Melanie & ich Donnerstags ganz spontan den Greyhound Bus Service erneut in Anspruch genommen haben und Tickets für Sonntag nach Philadelphia bestellt haben, sind wir in aller Frühe (5:30 Uhr) aufgestanden und zum Bahnhof geeilt um den Zug nach NYC zur Hauptbushaltestation zu erwischen. In NYC sind die Wege in die anderen Städte nämlich um einiges günstiger als vom Nachbarort Stamford, nur als QuickTipp.

Nach einem kurzen Sprint durch den Regen und am Busbahnhof angekommen hat uns Luzie’s Hostmom schon angerufen und gewarnt, dass die Straßen voll mit „Black Ice“ also Blitzeis sind. Glück gehabt, wir haben an dem Morgen auf dem Weg zum Bahnhof in Darien nichts davon mitbekommen.

Trotzdem sollte diese Nachricht noch Folgen haben. Nach einer kleinen Verspätung durften wir endlich in unseren Bus einsteigen und sind ganz zuversichtlich („das bisschen Regen, das tut uns nix“, „wir sind doch nicht aus Zucker“) Richtung Philly gefahren. Tja, leider nur nicht besonders lange, denn nach knapp 45 Minuten standen wir im mega Stau. Ich saß am Fenster und hatte auf dem Highway eine super Aussicht auf die Unfälle, die sich am Straßenrand nur so häuften. Ein Auto nach dem anderen hatte die Schnauze vorne eingedrückt oder die Airbags offen!
Mit ungefähr 2 1/2 Stunden Verspätung kamen wir schließlich auch in Philadelphia an und haben uns, dem Regen trotzend, auf dem Weg gemacht, um unseren Philly-Pass (55$ und freier Eintritt in die Museen etc.)  abzuholen.

Dann jedoch fing es erst richtig an.
Ich weiß nicht, was los war aber alles ging nur noch schief :D

Komplett durchnässt haben wir Zuflucht in einem überdachten Sightseeing Bus gesucht und sind dort, nass bis auf die Unterwäsche, erstmal sitzen geblieben. Trockener wurde es aber leider auch nicht und die Scheiben waren so beschlagen, dass es sehr schwer war überhaupt irgendwas von Philadelphia zu erkennen.
Wenigstens kann man erahnen, dass es eine echt schöne Stadt ist :D 



















































































Ohne richtiges Frühstück sind wir dann in China Town ausgestiegen und haben uns einen schönen Ort zum Mittagessen ausgesucht: ein Malaysier. 

















































Das Essen war ganz lecker und wir konnten uns sogar mit einem kleinen Tee aufwärmen aber nachdem ein dicker Käfer auf meinem Platz gelandet war, ist uns auch die Lust zum Bleiben vergangen.

Problem nur, alle Museen und Sehenswürdigkeiten, die im Geschlossenen sind, waren geschlossen, perfekt.

Voll frustriert haben wir uns aber auch die letzten Stunden unseres Trips nicht versauen lassen wollen und haben im Internet nach einem letzten offenen Spa gesucht, der nicht zu weit entfernt sein sollte.
Nach 15 Minuten Fußmarsch durch den bitterkalten Regen hatten wir ihn dann auch erreicht und wurden ganz freundlich und mit Getränken empfangen, die haben uns wirklich behandelt wie im Paradies :D Das kam uns natürlich gelegen.
Luzie & ich haben uns die Nägel maniküren lassen, Kim direkt Fuß- & Fingernägel, während Melanie eine Massage genossen hat, Luxus! Den hatten wir uns aber nach so einem Tag auch wirklich verdient.














































Wir sind dann, nach einem kleinen Abstecher in eine Bar und einem Wasser, gemütlich wieder zurück zur Bushaltestelle gelaufen & nach knapp einer halben Stunde saßen wir dann völlig geschafft und immernoch klitschnass endlich im Bus zurück nach New York City, diesmal jedoch pünktlich. 

















































Trotzdem lief uns die Zeit davon und wir konnten auf die Sekunde genau unsere Tickets ziehen. 
Im Zug saßen wir dann natürlich aus der Puste aber heilfroh auf unseren Plätzen.
Passend zum übrigen Tagesverlauf sollte das allerdings nicht unser letztes Pech sein und so kontrollierte unser Schaffner nicht richtig unsere Tickets. Wir wissen immer noch nicht genau was passiert ist, denn ich habe 2 Tickets bezahlt und eins bekommen, da dachte wir natürlich das EINE Ticket gilt für uns beide, scheinbar war der Schaffner da andere Meinung und auch mein Beleg erklärte er für ungültig. Er ließ absolut nicht mit sich diskutieren und hat sich echt aufgeführt wie das allerletzte Arschloch, sorry. 

Aber man erkennt ja wohl allein beim Reden, dass wir nicht von hier sind und uns nicht so einfach ausdrücken können wie normale New Yorker oder Amerika, trotzdem hat er uns vor allen anderen Leuten im Abteil total angeschnauzt und rumgeblafft, richtig unnötig.
Durften dann noch ein weiteres Ticket für 17$ (!!!!!!) kaufen. Echt eine Frechheit aber gut, wir wollten eben auch einfach nur noch heim.
Nachdem ich also alle drei wieder daheim abgesetzt hatte, konnte ich mich nachts gegen 2 Uhr auch endlich in mein Bett fallen lassen.

Was haben wir mal wieder daraus gelernt? Ganz genau, vorher IMMER den Wetterbericht checken :D 

Wenigstens hatte ich den Montag noch frei, da hier in Amerika der Martin Luther King Day war, ein nationaler Feiertag. So hatte auch meine Hostfam ihr Wochenende in Upstate NY zum Skifahren genutzt und kamen erst gegen Abend wieder.


Alles in allem bereue ich aber nicht, wir hatten zu viert wirklich wahnsinnig Spaß und obwohl und das Wetter übel mitgespielt hat, so haben wir das ganze doch mit Humor gesehen & uns eher über unsere Situation schlapp gelacht.

Wünscht mir beim nächsten Ausflug also bitte mehr Glück mit dem Wetterbericht :D 







Nobody said it would be easy..



Die letzten Wochen nach Weihnachten habe ich mich hier auf meinem Blog kaum zu Wort gemeldet.
Viele daheim warten auf immer und immer wieder neue Einträge und ich kann sagen, so wie ich es momentan plane, kommen auch wieder einige zu Stande :)
Nicht zuletzt hat ein kleiner Unfall zu Verzögerungen geführt :D Hab es doch tatsächlich geschafft im Park in einem Teich einzubrechen, perfekt.

Trotzdem geht es in meinem Leben hier immer wieder auf und ab, auf und ab - fremde Welten - Sehnsucht, Ärger - Freude und Verwunderung - Beeindrucken, bis einem der Atem stockt - Kulturschock. Alle Wege führen zum Kulturschock - Widerstand? Zwecklos. 

Und nicht nur meine Freundin kam ihm vor 2 Wochen zum erliegen, sondern der Sehnsucht nach der Heimat genauso. Ja es bedeutet, dass ich mich heute von einem Menschen trennen muss, den ich hier sehr ins Herz geschlossen habe und umso schwerer fällt es mir mich mit dem Gedanken abzufinden. In meinem Kopf spielten die Gedanken und Wünsche an die Zukunft besonders in der letzten Zeit wie verrückt, natürlich mit diesem einen Menschen. Wie soll ich sie jetzt aus meiner Vorstellung streichen, wenn vor ein paar Tagen all’ das noch möglich gewesen war.
Es tut weh, sie ziehen zu lassen, in die Heimat und ein Teil wird hier die nächsten 9 Monate und besonders danach im Reisemonat sehr fehlen. 
Aber es heißt für mich hier immer wieder aufstehen und zuversichtlich sein!

Liebe Fiona, ich wünsche dir auf deinem weiteren Weg alles Gute, auch wenn er nicht durch Connecticut, Kalifornien oder Florida führt.
An all’ diesen Orten, zu denen ich mit dir gemeinsam wollte, wird ein Teil fehlen und umso wichtiger weiß ich jetzt die wenige Zeit zu schätzen, die wir hier doch haben, in unserem Fall nun hatten.


Ich hoffe für dich, diesmal die richtige Entscheidung getroffen zu haben & dass du deinen ganz eigenen wahren Weg findest.
Es war eine wundervolle Zeit & ich blicke nicht nur auf die Tränen des Abschieds sondern auf die, die reihenweise zwischen unserem Lachen geflossen sind zurück. Jede einzelne war es wert <3






















1/13/2015

the college thing..



Ja endlich ist es soweit, ich bin am College immatrikuliert!
Oder besser gesagt an zwei Colleges :D

Erstmal habe ich mich für einen Kurs in Französisch am Norwalk Community College angemeldet, zum anderen an einem Reisekurs für Montreal, der drei Vorkurse am Stamford UCONN anbietet.

Alles in allem ging es doch recht schnell. Kontrollieren die das überhaupt :D ?
Ich kam am College an und habe direkt einen Fragebogen ausgefüllt. Da wurde ich erstmal angepampt, weil ich keinen eigenen Stift dabei hatte, bitte, danke.
Mit fertigem Anmeldeformular ging es dann weiter zu Registrierung und von da aus wurde ich direkt zum Bezahlen geschickt.

Schlappe 159$ kosten mich 10 x 2 Stunden Französisch dieses Semester.

Und dann war die ganze Immatrikulation auch schon beendet. Eigentlich überhaupt nichts besonderes..

Ab dem 23.02. darf ich mich jetzt jeden Montag pünktlich um 7 Uhr abends im Westgebäude zum Unterricht begeben.
Und ich muss sagen, ich freue mich wirklich! Nach einer ganz schön langen Pause der Weiterbildung (wie viele Monate sind es jetzt? Fast 10?!) komme ich endlich wieder mal dazu meinen Geist ein bisschen zu erweitern, das fiel nach dem Abitur im Jahr 2014 nämlich ziemlich flach.
Aber ehrlich gesagt brauche ich so langsam mal wieder ein bisschen geistige Forderung, sonst verblöde ich hier, das merkt man allmählich ja doch :/






















Für den Travelclass musste ich mich online bewerben, wobei „bewerben“ wohl die falsche Wortwahl ist, ich habe den Kurs eher gekauft.
Man musste nur seine Daten angeben und den jeweiligen Kurs in den Einkaufskorb verschieben, bezahlen, bestätigen. 

Der Travelclass kostet mich insgesamt (also die drei Vorkurse am College sowie die Fahrt nach Montreal im Mai) 449$.
Damit habe ich aber gleich auch noch ein weiteres Reiseziel von meiner Liste streichen können & sehe so noch ein kleines Stück von Canada! Meine neu erlangten Französischkenntnisse kann ich dann auch direkt mal testen :)

Außerdem überlege ich auf einen weiteren Kurs für das Sommersemester zu sparen und zwar für Illustration, das wäre natürlich super und würde mir auch für meinen Berufswunsch nützen, ich möchte nämlich sehr gerne Kommunikationsdesign studieren.



Ich halte euch dann weiter auf dem Laufenden, wie ich mich so im College schlage :)






1/10/2015

Is Christmas over yet? Atlantic City




Spontanität - Wenn etwas hier gefragt ist, dann ist es Spontanität.

Wie schon im vorigen Post erwähnt ist meine Hostfamily am 26.12. morgens früh um 11 Uhr zum Skifahren in New Hampshire aufgebrochen.
Für mich bedeutete das 3 Tage frei bis zum 29.12. und so eine Gelegenheit habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen.
Ich konnte von viel Glück sprechen, dass sowohl Jessica, als auch Fiona ihr Weekend Off hatten!

Boston, Philly, New Jersey, Boston, Philly, New Jersey, Boston, Philly, New Jersey .. immer und immer wieder drehten sich unsere Gedanken um diese drei Städte.
Jessica & ich haben uns kurze Zeit später auch direkt im Subway zum Lunch getroffen, damit wir so wenig Zeit wie möglich verschwenden.
Später bei ihr fing das planen erst so richtig an! Nach viel hin und her haben wir uns doch für New Jersey, genauer gesagt Atlantic City entschieden.
Am Ende des Tages war der Bus & das Motel gebucht, zum Spottpreis! Bus Roundtrip ~ 40$ & Motel ~ 20 $ plus frühstück, da konnten wir uns wirklich nicht beschweren.

Jessicas Hostmom hat mich sogar noch zum Essen eingeladen, das war super lieb! Denn sogar die Großeltern waren noch da und der Grandpa konnte noch so einige Fetzen Deutsch aus seinem Studium sprechen, super lustig :)
Dann habe ich Fiona daheim abgeholt, unsere Voucher bei ihr ausgedruckt und abging es zum Weihnachtsdeko Shoot (siehe letzter Post) und zu mir zum Haare färben. Meinem Haaransatz habe ich also auch den Gar ausgemacht :)
Die Fahrt durch Darien auf der Suche nach den Verrücktesten Dekorationen hat super Spaß gemacht! Ständig haben wir angehalten und uns über die bescheuerten Riesenaufsteller schlapp gelacht :D Die Amis spinnen echt!

Fiona hat dann bei mir geschlafen, wir haben alle unsere Sachen gepackt und am nächsten Morgen hieß es dann früh aufstehen!
Um halb 6 ging der Wecker - gar nicht unsere Zeit. Haben uns dann aber tatsächlich aus den Federn quälen können, waren aber trotzdem schlecht in der Zeit, wir sollten schließlich um 6:20 bei Jessica sein - Shit! Nur noch 5 Minuten :D
Sind dann in einem Affentempo zu Jessica rübergebracht und waren tatsächlich um 6:21 da. Mein Auto konnten wir dank Dauerparkplatz am Bahnhof abstellen und um 6:40 ging es schon Richtung New York City zur Greyhound Bus Station.

Wir sollten eine Stunde vorher unsere Tickets abholen und hatten so noch Zeit einen kurzen Frühstücksstop bei Starbucks einzulegen, herrlich.

2 Stunden (wirklich angenehme!) Busfahrt später (ich lege hier jedem den Greyhound Bus Service wärmend ans Herz! Vollkommen zufrieden & zuverlässig!) kamen wir schon in Atlantic City an. 2 Minuten Fußmarsch und wir waren schon am Strand, genauer gesagt auf dem Boardwalk. 



















































Der Boardwalk wurde als erster seiner Art 1870 entworfen und gebaut, um die strandgelegenen Hotels, Bars & Casinos vor dem vielen Sand zu schützen. Seitdem ist der über 8 km lange Holzsteg als Ikone seiner Stadt bekannt.

Good to know: Atlantic City soll die Inspiration für das Brettspiel Monopoly gewesen sein!
Viele der Straßen sind nach solchen aus AC benannt.

Generell ist Atlantic City für die Vielzahl von Casinos, Freizeitparks und einer menge Freizeitangeboten entlang des Strandes bekannt. Das kann ich definitiv bestätigen!
Leider hatte eine Vielzahl der Attraktionen aufgrund des Winters geschlossen, wir haben trotzdem eine Menge gesehen und kennen gelernt. 

Erstmal haben wir natürlich den Wind am Strand genossen, der einem direkt mit einem salzigen Geruch entgegen gepeitscht kam - wundervoll.
Ich liebe Strand. Und dieser hier war auch um diese Jahreszeit super schön.
Zugegeben hatten wir aber am ersten Tag auch super Glück mit dem Wetter. Bis zum späten Nachmittag schien uns die Sonne in vollen Strahlen ins Gesicht!
Am „Korean War Memorial“ haben wir also angefangen. Nachdem wir die riesigen Statuen aus dem Jahre 1998 in Gedenken an die gefallenen Opfer im Korea Krieg bestaunt hatten spazierten wir gemütlich am Boardwalk entlang und ließen uns von dem ein oder anderen Pier Shop anziehen. 
Touristenkram - soweit das Auge reicht.





















































Auch das typisch touristische „Philly Cheese Steak“ durfte nach der Meinung meines Hostdads auf meinem Ausflug nicht fehlen! Den Tipp kann ich nur weiter geben.


Wir schlenderten also nach einem super leckeren Lunch 20 Meter vom Meer entfernt immer wieder durch ein Gemisch aus Sand, Strand, Casinos und Trödlergeschäften bis wir schließlich am größten Casinos Atlantic Citys ankamen: Das Taj Mahal.

Gambling in New Jersey, das ist so eine Sache. Macht jedem Spaß, solange man tatsächlich über 21 ist. Wenn ich ehrlich bin hab ich mir richtig unnötigen Druck gemacht :D
Im Internet habe ich mich vorher reichlich informiert nachdem mein Hostdad meinte im Casino kontrolliert mich eh kein Mensch mit meinen blütenfrischen 20 Jahren, aber nachdem man viele Geschichten über verhaftete Junge Leute und Führerscheinentzugs gelesen hatte, war mir das Betreten des Casinos doch arg zu heikel. Einen kleinen Rundgang um einen Blick auf alles zu werfen und um an ein paar Schnappschüsse zu gelangen habe ich mir natürlich nicht nehmen lassen. Nach dem grimmigen Ausdruck auf dem Gesicht des Securitys bin ich aber schnell wieder nach draußen gehuscht. 
So viele einarmige Banditen und Spielautomaten habe ich noch NIE gesehen. Überall glitzerten die Anzeigen und verkündeten schillernd die großen Preise.
Kein Wunder, dass dort so viele Menschen schwach werden und ihr Geld lassen…























































Danach ging es den ganzen Boardwalk wieder hinab durch viele tolle Geschäfte. Am Ende haben wir gemeinsam noch eine Pause am Strand gemacht.
Mir fällt immer wieder auf, wie verrückt die Menschen hier tatsächlich sind!
Die hatten doch in ihren Straßenlaternen tatsächlich Plug In Stationen für USB Kabel, damit man auch ja sein Handy aufladen kann. Mir kam das in diesem Moment sehr gelegen, damit ich das Handy für Fotos wieder griffbereit hatte aber irgendwie erschrecken einen diese Dinge in solchen Momenten doch. Wo sind wir inzwischen mit all’ unserer Technologie gelandet?
Verrückt..


















































Je weiter die Sonne unterging desto mehr hieß es für uns auch, dass wir doch wirklich mal zum Einchecken ins Motel sollten.
Mit dem Bus sind wir dann knapp 20 Minuten nordwestlich gefahren und beim Aussteigen traf mich schon der erste Schock: Wo sind wir denn gelandet?

Die Leute an der Rezeption waren wirklich super nett aber das Zimmer .. gruselig!
Jeder von euch kennt bestimmt diese typischen Motel Zimmer aus den Filmen, indem sich die lausigsten Leute rumtreiben, seien es die Ehepartner, die sich dort mit ihren heißen Affären treffen oder die kaltblütigen Mörder :D Genau SO sah es dort aus! Die Sauberkeit ließ weites gehend auch zu wünschen übrig. Das erklärt den billigen Preis, natürlich.

Also verschwendeten wir gar nicht viel Zeit dort sondern brachen, nachdem wir uns kurz frisch gemacht haben direkt wieder auf Richtung City. Pech nur, dass der Bus uns einfach mal übersehen hat und schnurstracks weiter gerollt ist, toll :D
Wir sind dann ca. eine gute Stunde zum Boardwalk zurück gelaufen & haben uns auf die Suche nach einem Bar oder einem Restaurant gemacht, in dem ich mit meinem underage Status auch erwünscht war. 
Gott sei Dank haben wir schon nach kurzem Suchen das „Hooters“, eine Sportbar gefunden.
Und mit Sportbar, meine ich tatsächlich Sportbar!
Da flitzen die Ladys rum, mit Ausschnitt zu den Knien und Hosen kürzer als kurz.
Abgesehen davon, dass man selber nicht weiß wo man hingucken soll, da die sich wirklich ÜBERALL positioniert haben und eine riesen Show abziehen, ist es noch schlimmer die gierigen Männerblicke zu ertragen :D
Die gehen da doch tatsächlich essen und kriegen den Mund offen stehen kaum einen Bissen runter! :D

Das Essen war dafür aber super lecker, das muss man diesem Geschäft lassen.
















































Nach fast 4 Stunden haben wir uns dann todmüde wieder zurück auf den Weg ins Motel gemacht, abgesehen davon, dass wir wegen meines Alters sowieso nirgendwohin konnten, wollten wir schließlich am nächsten Morgen auch früh aufstehen.
Diesmal hat der Bus uns sogar mitgenommen und heil vor dem Motel abgeliefert :D

Nach viel Gelächter und Kartenspiel sind wir dann alle super kaputt eingeschlafen und sind am nächsten Morgen gegen halb 10 wieder aufgestanden. Wir wollten ja das kostenlose Frühstücksbuffet nicht verpassen.

Buffet war ein bisschen weit hergeholt würde ich behaupten :D Neben Toast, Marmelade, Müsli und Waffelteig habe sonst nix zu reißen. Den Kaffee habe ich erst gar nicht angerührt aber Fiona fand ihn schon zu kotzen, dabei ist meine liebe Freundin in solchen Sachen gar nicht zimperlich.

Nach dem „frühstück“ haben wir uns dann nach dem Check Out mit unseren Riesentaschen direkt auf den Weg nach Ocean City gemacht, der kleinen Nachbarinsel, die durch 4 Brücken mit dem Festland verbunden ist.
Wir wären gerne am Vortag schon nach Ocean City gefahren, allerdings hatte weit und breit kein Fahrradverleih mehr geöffnet, was super schade war, denn am Boardwalk entlang wäre der kleine Ausflug wunderschön gewesen.
Nichts desto Trotz hat Ocean City doch seinen ganz eigenen Flair.
Neben übersichtlich verteilten und schön bemalten Seitenstraßen kamen wir beim mindestens genauso schönen Boardwalk an.
Wir wissen nur leider bis heute nicht, ob die ganze Läden dort wegen den saisonalen Umständen zuhatten oder schlicht und einfach, weil es Sonntag war :D
Wieder mal ärgerlich aber wir haben uns nichts vermiesen lassen und haben einfach am Strand gesessen und die Ruhe genossen.
Bis dann der Regen kam.. :D
Dann ging es zurück in Richtung Bushaltestelle, in der wir ein kleines italienisches Restaurant gefunden haben.
Wir drei haben uns eine Portion Pizza (die reicht übrigens für 5) und eine Portion Nudeln geteilt. Unter Pasta Carbonara verstehen die leider nicht so viel außer heiße Sahne über gekochte Nudeln kippen, grhhhh. 


















































Ich Tollpatsch habs natürlich geschafft mich kurz vor der Rückfahrt noch breitlängst hinzuklatschen. Wundervoll :D
Mit dem Bus ging es dann aber wieder zurück nach Atlantic City zu unserem letzten Stop: das „Believe it or not“-Museum, eine interessante Ausstellung über die verrücktesten Dinge (z.B. Bilder aus alten Haaren oder Figuren aus Eisstielen).
Auch das kann ich jedem empfehlen, denn das soll es hier in Amerika wohl öfter noch geben, auch in anderen Städten.



















































Mit dem Greyhound Bus ging es dann wieder über 2 Stunden zurück nach New York, von da aus mit dem Zug zurück nach Darien.
Wir drei hatten trotz einiger Rückschläge bezüglich unserer Planungen (Fahrradverleih, Sehenswürdigkeiten, Freizeitangebot, Model) ein wundervolles Wochenende :)
Jeder Moment mit meinen Freunden, indem wir neue Städte gemeinsam erkunden und jedes Mal von neuem überrascht werden bedeutet mir unglaublich viel. Das ist die unglaubliche Chance am Au Pair sein, dass man so viele Dinge zu sehen bekommt und ich bin dankbar für jede einzelne Sekunde. Das bedeutet Freiheit für mich, gehen wohin man will, wie lang man will und dass es sich trotzdem immer wieder fantastisch anfühlt, auch wenn es nur bedeutet vor dem großen Regen am Strand den Wind in den Haaren und das Lachen deiner Freunde genießen zu dürfen.